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Dekanat Ried

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    Kantorin Heike Ittmann mit Lampertheimer Kulturpreis ausgezeichnet!

    Heidi Sekulla

    Sie ist die erste Trägerin des Lampertheimer Kulturpreises und wurde einstimmig aus insgesamt 43 Bürger- Vorschlägen ausgewählt. Am 16. September wurde ihr der Preis in einer Feierstunde in der Domkirche in Lampertheim übergeben.

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    Heidi Sekulla

    „Heike, du bist ein Glücksfall für Lampertheim. So wie du bist und Kultur mit uns lebst“, brachte Prof. Ulrike Wohlwender auf den Punkt. Wohlwender, die eine Professur für Klavierpädagogik an der Musikhochschule in Stuttgart inne hat, lobte Ittman bei der Preisvergabe als eine Künstlerin, die seit 15 Jahren den Dom in Lampertheim mit Musik und Leben füllt. Es sei Ittmans Verdienst, dass sich beim jährlich stattfindenden Orgelsommer Künstlerinnen und Künstler von nationalem und internationalem Rang ein Stelldichein in der Domkirche geben. Dabei sei Ittmans Ideenreichtum in Bezug auf die Themengestaltung und die Offenheit für mutige neue Formate, wie Crossover- und Benefizkonzerte – oder eine ganze Nacht voller Kirchenmusik   eine Bereicherung. Die Kantorin habe einen großen Anteil daran, dass der Neubau und die Neugestaltung der Orgel 2005 umgesetzt wurde und, dass die „Blaue“ – wie sie liebevoll genannt wird- so einen großen Stellenwert im Herzen der Stadt habe. „Eine besondere Qualität ist auch, dass Heike Ittmann immer wieder Kompositionsaufträge erteilt und Werke uraufführt“, so Wohlwender, die diese Verbindung von Bekanntem und Neuem besonders hervorhebt. Neben der Konzert- und Gottesdiensttätigkeit liege auch die Leitung der Dekanatskantorei bei Ittmann in guten Händen. „Hier hebt Ittmann immer wieder Schätze, die sonst selten oder gar nicht gehoben werden. Geistliche Chormusik vom Feinsten“, so Wohlwender.

    Ein Preis für herausragende Leistungen in und für Lampertheim

    Bei der Vergabe des Kulturpreises legte die Kommission mit Vertretern der Verwaltung, der Kommunalpolitik sowie Kulturinteressierten und -treibenden fünf Kriterien zugrunde: Die Einzelpersonen oder Gruppen müssen sowohl mit ihrem Leben als auch mit ihrem Werk in Verbindung mit Lampertheim stehen. Sie sollten einen Namen als Kulturträger haben und Werke schaffen, die der Wahrnehmung Lampertheims in der Region und darüber hinaus dienen. Herausragendes künstlerisches Schaffen sollte ihr Tun auszeichnen. Aus den 43 Bürger-Vorschlägen wurden 13 mögliche Preisträger in die engere Auswahl. In der Sitzung vom 16. April hat sich die Kulturkommission nach eingehender Beratung einstimmig auf Heike Ittmann als Preisträgerin festgelegt. Heike Ittmann hat die Kriterien nach den Worten von Kultur-Kommissionschef Gottlieb Ohl in hohem Maße erfüllt. Die Stadt könne „dankbar sein, dass wir so jemanden in Lampertheim haben“. Und Bürgermeister Gotffried Störmer ergänzte: „Wie wohl dem Land, wie wohl der Stadt, die solche Künstler in sich hat.“
    Pfarrerin Sabine Sauerwein legte bei ihren Dankesworten den Schwerpunkt darauf, wie schön es sei, mit Heike Ittmann Gottesdienste zu gestalten und erinnerte daran, welch hohen Stellenwert die Kirchenmusik im gottesdienstlichen Geschehen habe. S-D-G stehe an der Blauen geschrieben: „Das bedeutet - Allein zur Ehre Gottes.“

    "Ein Preis nicht für mich allein!"

    Sichtlich gerührt nahm Ittmann den Kulturpreis nach den vielen lobenden Worten entgegen. „Es freut mich sehr, dass die Wahl auf mich gefallen ist“, so Kantorin Heike Ittmann. Der Preisträgerin ist es ein Anliegen, sich für die vielfältige Unterstützung zu bedanken, die sie seitens der Stadt, der Kirchengemeinde, den Sängerinnen und Sängern und zahlreichen anderen Quellen erfährt. „So einen Preis gewinnt man nur alleine, es sind viele, die diesen Preis verdient haben. Lampertheim ist immer sehr offen für neue Ideen, darüber bin ich sehr froh.” Ein besonderer Dank der Preisträgerin geht an die Lukasgemeinde: „Danke für die Unterstützung und die Offenheit, die meine Arbeit begleitet.“ Es sei mutig gewesen, einen Orgelneubau als Kirchengemeinde umzusetzen. Ittmann bereite es eine fantastische Freude, an dem Instrument spielen zu dürfen. Ihr Dank geht auch an das Dekanat Ried, die Dekanatskantorei und den Förderverein, der immer da sei „wenn man ihn braucht“.

    Eine besondere Überraschung bot die Dekanatskantorei Ried ihrer Kantorin mit einem Flashmob. Mitten in der Veranstaltung stellte sich der Chor auf und bot unter der Orgelbegleitung von Dekanatskantorin Gunhild Streit den Kanon Cantate Dominum dar, was Heike Ittmann sichtbar erfreute. Die Kantorin ließ es sich nicht nehmen, selbst bei der Veranstaltung musikalisch zu wirken und begleitete an der Blauen den Heldenbariton Karsten Mewes, der Puccinis Te Deum aus Tosca, „Abendlich strahlt der Sonne Auge“ aus Wagners Rheingold und „Ja, es sollen wohl Berge weichen“ aus Mendelsohns Elias zu Gehör brachte.

    Von dem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro wird Ittmann eine Komposition beauftragen und so den Preis musikalisch an die Gemeinde zurück geben. Man darf gespannt sein.

     


    Zur Person
    Heike Ittmann ist 45 Jahre alt, wurde in Darmstadt geboren und studierte Evangelische Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg. 1999 folgte ihr Abschluss mit dem A-Examen mit Auszeichnungen in den Fächern Orgel und Orgelimprovisation. Sie setzte ihre Ausbildung fort mit einem künstlerischen Aufbaustudium in der Orgelklasse von Prof. Johannes Geffert an der Staatlichen Musikhochschule in Köln. Von 2000 bis 2002 war sie Assistentin des Landeskantors von Nordbaden, Johannes Michel, an der Christuskirche in Mannheim. Seit Januar 2003 ist Ittmann Kantorin in Lampertheim und Organistin an der Domkirche. Sie ist unter anderem Initiatorin des Orgelsommers. Die Künstlerin konzertiert als Orgelsolistin und tritt auch als Begleiterin von Chören und Ensembles in ganz Deutschland und im europäischen Ausland auf.


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